Ein Balkonkraftwerk melden Sie nur noch an einer Stelle an: im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, innerhalb eines Monats nach dem ersten Einstecken. Der Netzbetreiber muss nicht mehr informiert werden. So geht die Registrierung, auch mit Speicher.
Wie viel Strom ein Balkonkraftwerk erzeugt, hängt vor allem von Richtung, Neigung und Schatten ab. 800 Watt Module bringen in Deutschland je nach Montage rund 400 bis 900 kWh im Jahr. Mit Tabellen für Süd, Ost, West, senkrecht und geneigt sowie Monatswerten.
Ein Balkonkraftwerk montieren Sie in der Regel selbst: Halterung befestigen, Module einhängen, Wechselrichter anschließen, Kabel verlegen, einstecken. Eine Elektrofachkraft brauchen Sie nur für neue Steckdosen oder bei Zweifeln an der Installation. Worauf es bei jedem Schritt ankommt.
800 Watt sind die Grenze für den Wechselrichter eines Balkonkraftwerks, nicht für die Module: Diese dürfen bis 2.000 Watt haben. Was das für Stecker, Ertrag und Anmeldung bedeutet und warum ein auf 600 Watt gedrosselter 900-Watt-Wechselrichter nicht zählt.
Auf einem Flachdach bringt ein Balkonkraftwerk deutlich mehr Strom als senkrecht am Geländer, weil Sie Neigung und Richtung frei wählen. Entscheidend sind eine sturmfeste Halterung, die Tragfähigkeit des Dachs und die Zustimmung des Eigentümers. Mit Ertragswerten für Süd- und Ost-West-Aufstellung.
Garagendächer sind einer der beliebtesten Standorte für Balkonkraftwerke: frei ausrichtbar, wenig Schatten, gut erreichbar. Worauf es ankommt, sind der richtige Winkel, eine sturmfeste Halterung, eine geeignete Steckdose und beim Carport die Tragfähigkeit.
Ohne Balkon bietet der Garten oft den besten Platz: Module lassen sich frei nach Süden ausrichten und neigen. Wichtig sind ein schattenfreier Standort, eine stabile Aufständerung und eine Steckdose am eigenen Stromkreis in Reichweite des Kabels. Mit Ertragswerten nach Winkel.
Einen Bundeszuschuss für Balkonkraftwerke gibt es nicht, dafür 0 Prozent Umsatzsteuer beim Kauf. Zuschüsse zahlen einzelne Kommunen, Landkreise, Länder und Regionalverbände. Wie Sie Programme finden und welche Bedingungen Sie vor dem Kauf prüfen sollten.
Vor dem Kauf eines Balkonkraftwerks klären Sie Standort, Zustimmung und Steckdose, dann wählen Sie Größe, Halterung und Händler. Ein Set mit einem Standardmodul kostet laut Verbraucherzentrale meist 300 bis 500 Euro, ohne Umsatzsteuer. Die Schritte in der richtigen Reihenfolge.
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Häufige Fragen
Kurz beantwortet, ausführlich in den verlinkten Artikeln
Was ist ein Balkonkraftwerk?
Ein kleines Solargerät aus einem oder mehreren Solarmodulen, einem Wechselrichter und einem Stecker für die Steckdose. Das Gesetz nennt es Steckersolargerät. Der Strom fließt in den Stromkreis der Wohnung und wird dort zuerst von laufenden Geräten verbraucht.
Wie viel Watt darf ein Balkonkraftwerk haben?
Höchstens 800 Voltampere am Wechselrichter und 2.000 Watt Modulleistung, zusammen für alle Geräte hinter einem Zähler. Mit normalem Schuko-Stecker erlaubt die Produktnorm bis 960 Watt Modulleistung, darüber braucht es eine Einspeisesteckdose von der Elektrofachkraft.
Muss ich ein Balkonkraftwerk anmelden?
Ja, aber nur im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, innerhalb eines Monats nach dem ersten Einstecken. Die Meldung beim Netzbetreiber ist seit Mai 2024 entfallen. Die Registrierung ist kostenlos.
Darf ich als Mieter ein Balkonkraftwerk anbringen?
Mit Zustimmung des Vermieters, auf die Sie seit Oktober 2024 nach § 554 BGB einen Anspruch haben. Ablehnen darf der Vermieter nur, wenn ihm die Installation nicht zumutbar ist. Für Wohnungseigentümer gilt § 20 WEG.
Wie viel Strom erzeugt ein Balkonkraftwerk?
Mit 800 Watt Modulleistung je nach Montage rund 400 bis 900 Kilowattstunden im Jahr. Laut EU-Rechner PVGIS sind es in Kassel senkrecht am Südbalkon rund 576 kWh, mit 30 Grad Neigung nach Süden rund 807 kWh.
Brauche ich einen neuen Stromzähler?
Nicht, bevor Sie loslegen. Sie dürfen das Gerät mit dem vorhandenen Zähler betreiben; ein alter Zähler darf bis zum Tausch rückwärts laufen. Der Messstellenbetreiber baut danach von sich aus einen Zweirichtungszähler ein, den Tausch dürfen Netzbetreiber Ihnen nicht berechnen.